ENI Nr. 02319269 - MMSI Nr. 227078530 08. Jul. 2020

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MS Surcouf

Bild: Die MS Surcouf schwer beladen mit Drahtrollen. Auffällig schön ist unter Anderem das Steuerhaus.
Die MS Surcouf schwer beladen mit Drahtrollen. Auffällig schön ist unter Anderem das Steuerhaus.
Ein interessantes Schiff ist auch die MS Surcouf aus Frankreich. Sie ist dort in Offendorf gemeldet. Auch wenn sich Offendorf jetzt nicht unbedingt französisch anhört, so liegt die gemeinde doch linksrheinisch auf französischem Gebiet.

Das Schiff wurde 1956 bei Schimag in Mannheim mit der Baunummer 760 erbaut. Damals hieß die MS Surcouf aber noch AV 4 STADT MARL und war im Vergleich zu ihren heutigen 86 Meter nur 80 Meter lang.
AV 4 STADT MARL konnte 1200 Tonnen laden. Nach ihrer Verlängerung um 6 Meter und einer Erhöhung des Dennebaums um 20cm schafft sie jetzt 1503 Tonnen.

2 Hauptmaschinen, 2 Schrauben

Bild: Das schmucke Steuerhaus und Hinterschiff des GMS Surcouf.
Das schmucke Steuerhaus und Hinterschiff des GMS Surcouf.
Bild: Die Abgasrohre der MS Surcouf befinden sich jetzt rechts und links außen. Auf der früheren Position des Schornsteins steht jetzt das Beiboot.
Die Abgasrohre der MS Surcouf befinden sich jetzt rechts und links außen. Auf der früheren Position des Schornsteins steht jetzt das Beiboot.
Bereits ganz zu Beginn entschied man sich das Schiff von 2 Hauptmaschinen antreiben zu lassen, entsprechend gestaltete der Konstrukteur das Hinterschiff. Noch heute wird das GMS Surcouf von 2 Motoren angetrieben. Allerdings waren zunächst 2 MAN Maschinen mit jeweils 415 PS im Schiff. Heute wird die MS Surcouf von 2 Caterpillar Maschinen vom TYP G6V235 mit jeweils ca. 500 PS angetrieben.
Wann die Caterpillar Maschinen ins Schiff kamen ist nicht geklärt. Allerdings hatte die Surcouf noch vor kurzem (2018) ihre Abgasrohre, klassisch angeordnet mittig hinter dem Steuerhaus. Jetzt, 2020 sind diese nach links und rechts außen gewandert. Gut möglich dass die neuen Maschinen diesen Umbau mit sich brachten. Doch wie gesagt, sicher ist das nicht.

Schiffsnamen der letzten 64 Jahre

Bild: Das GMS Surcouf transportiert Unmengen an Drahtrollen nach Stuttgart.
Das GMS Surcouf transportiert Unmengen an Drahtrollen nach Stuttgart.
Bereits seit 64 Jahren ist das Schiff auf Europas Wasserstraßen unterwegs. Der Wandel der Zeit bringt es mit sich dass ein Schiff in so langer Zeit durch mehrere Hände geht und dann auch von Zeit zu Zeit einen anderen Namen erhält.

Wie bereits erwähnt begann die Geschichte der MS Surcouf im Jahre 1956 als AV 4 STADT MARL. Das brandneue Schiff ging an A. Victoria in Marl und fuhr für die Reederei AV.

1972 ging die AV 4 STADT MARL an die Rheinschiffahrtskontor AG in Immensee, wo sie später in MS ILTIS umbenannt wurde. Bereedert wurde das Schiff von Dettmer.
1986 ging ILTIS in den Besitz der Dettmer Reederei GmbH & Co KG in Bremen über.
1990 wurde der Iltis dann an A.H. Lenten im niederländischen Vreeswijk verkauft. Das Schiff erhielt den Namen HARM-L.
2003 dann erneuter Verkauf. Dieses mal an die Cokana BV in Breda, ebenfalls in den Niederlande. Der neue Eigner benannte die HARM-L in GERONIMO um.

Bild: Das leicht spitze Heck der MS Surcouf im Stil der Zeit von 1956.
Das leicht spitze Heck der MS Surcouf im Stil der Zeit von 1956.
Erst 2007 kam die Surcouf zu ihrem heutigen Namen, nachdem sie an die Martz Transport Fluvial im französischen Offendorf verkauft wurde.

Technische Daten MS Surcouf

  • Länge: 86 Meter
  • Breite: 9,50 Meter
  • Tiefgang: 2,70 Meter
  • Tonnage: 1503 Tonnen
  • Maschinenleistung: 2 x 500 PS
  • MS Surcouf wurde zuletzt hier gesichtet.
  • Bugstrahlrder: DAF - 320 PS
  • Bauwerft: Schimag in Mannheim
  • Baujahr: 1956

Namensherkunft MS Surcouf

Der Name Surcouf geht auf den französischen Kaperfahrer Robert Surcouf zurück, welcher von 1773 bis 1827 lebte. Robert Surcouf fügte dem britischen Handel bei seinen Kaperfahrten beträchtliche Schäden zu und kaperte bzw. versenkte 47 feindliche Schiffe. Er wurde 1810 von Napoleon zum Baron erhoben.
In der französischen Marine wurden immer wieder Schiffe nach ihm benannt.
Robert Surcoufs leben wurde in den Spielfilmen "Unter der Flagge des Tiegers" und "Donner über dem indischen Ozean" verfilmt.
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