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MS Rena

Bild: GMS Rena mutet mit ihrem mächtigen Steuerhaus schon fast etwas wie ein Seeschiff an.
GMS Rena mutet mit ihrem mächtigen Steuerhaus schon fast etwas wie ein Seeschiff an.
Eine 33-jährige Schönheit vom Rhein in den besten Jahren. MS Rena stammt von der traditionsreichen Germersheimer Schiffswerft, wo sie die Baunummer 780 trug.
Als gebürtige Rheinlandpfälzerin zieht es sie wohl nicht zu oft in den oberen Neckar, denn leider ist sie hier doch eher selten anzutreffen. Gemeldet ist der Frachter in Edingen-Neckarhausen und fährt unter deutscher Flagge.

Bild: MS Rena ist 105 Meter lang und kann bis zu 2750 Tonnen laden.
MS Rena ist 105 Meter lang und kann bis zu 2750 Tonnen laden.
Obwohl das Schiff „erst“ 33 Jahre alt ist, ist man ihm schon des Öfteren mit dem Schweißbrenner zu Leibe gerückt. Doch keine Sorge, es ging lediglich um Verlängerungen oder Einkürzungen. Doch der Reihe nach:

Geschichte der MS Rena

1987 auf der Germersheimer Schiffswerft als HALLWILERSEE für die Schweizer Reederei Zürich AG in Basel. Die Schiffslänge der Hallwilersee betrug ursprünglich nur 95 Meter bei einer Tragkraft von 2395 Tonnen.
Bild: Ein ausgesprochen imposantes Schiff mit enormen Abmessungen.
Ein ausgesprochen imposantes Schiff mit enormen Abmessungen.
Angetrieben wurde der Motorfrachter von einem Sulzer Diesel (6ATL 25 D) mit 1250 PS.

1996 wurde die Reederei Zürich AG aufgelöst und die Schiffe standen zum Verkauf. Hallwilersee fand eine neue Heimat im niederländischen Zwijndrecht und trug fortan den Namen MULTIVAGUS, was soviel bedeutet wie „viel umherziehend“.
Das Schiff ging in die Werft und wurde um 15 Meter auf eine Gesamtlänge von 110 Meter verlängert. Dadurch erhöhte sich die Tragkraft um 467 Tonnen auf insgesamt 2892 Tonnen.

Bild: MS Rena unterwegs im Neckartal zwischen Heilbronn und Lauffen.
MS Rena unterwegs im Neckartal zwischen Heilbronn und Lauffen.
2008 ging das Schiff wieder nach Deutschland an U.&W. Hoff in Edingen-Neckarhausen und erhielt den Namen FUCHUR.
Sicher ist, daß weder MS MULTIVAGUS noch MS FUCHUR weiter wie Edingen den Neckar hinauf kamen, denn ab hier begrenzen die Neckarschleusen baulich bedingt die maximale Schiffslänge auf 105 Meter.

2012 wurde das Schiff in RENA umbenannt. Neuer Eigner Schulz, das Schiff ist nach wie vor in Edingen-Neckarhausen gemeldet.
Doch 2012 im Frühjahr 2012 ging das Schiff auf die Werft Braun in Speyer und wurde um 5 Meter gekürzt.

Bild: Die Schubbühne der MS Rena ist äußerst elegant ins Gesamtkonzept integriert.
Die Schubbühne der MS Rena ist äußerst elegant ins Gesamtkonzept integriert.
Damit sind fortan auch Neckarfahrten bis Plochingen möglich. Durch die Einkürzung hat die Rena 112 Tonnen Tragkraft eingebüst, welche jetzt bei 2750 Tonnen liegt.

Technische Daten GMS Rena

Das GMS Rena wurde bis 2017 von einer Sulzer 6ATL25D Maschine mit 1250 PS angetrieben. Erst dann kam eine 16 Zylinder Maschine von Mitsubishi ins Schiff, welche der Rena jetzt stolze 1750 PS verleiht.

  • Länge: 105 Meter
  • Breite: 11 Meter
  • Bild: Die Rena in der Schleuse Lauffen.
    Die Rena in der Schleuse Lauffen.
  • Tiefgang (max): 3,50 Meter
  • Tonnage: 2750 Tonnen
  • Antriebsleistung: 1750 PS
  • Hauptmaschine: Mitsubishi
  • Bugstrahlruder: 300 PS MAN
  • Baujahr: 1987
  • Bauwerft: Germersheimer Schiffswerft (DE)

Germersheimer Schiffswerft

Rena wurde 1987 auf der Germersheimer Schiffswerft erbaut. Dies muss einer der letzten Bauten der alten Germersheimer Schiffswerft gewesen sein, denn im Herbst 1988 musste die Firma Konkurs anmelden. Rena wurde als „Hallwilersee“ mit der Baunummer 780 erbaut. Welche Baunummer das letzte Schiff trug konnte leider nicht ermittelt werden.
Die zuletzt gemeldete Position der MS Rena war hier.

Neue Germersheimer Schiffswerft

Glücklicherweise kam 1988 noch nicht das entgültige Ende in Germersheim, denn es wurde eine Auffanggesellschaft gegründet, die „Neue Germersheimer Schiffswerft“. Hauptanteilseigner war übrigens die Ludwig & Jakob Götz KG.
2002 musste der Betrieb aber leider entgültig eingestellt werden.

Le Joola Katastrophe

2002 kenterte vor der Küste des Senegal die völlig überladene Fähre Le Joola. Über 1800 Menschen kamen dabei ums Leben und das Unglück gilt als drittgrößte Schifffahrtskatastrophe der Nachkriegszeit.
Die Le Joola wurde 1990 ebenfalls in Germersheim erbaut. Sie galt als eines der größten am Oberrhein gebauten Schiffe. Sie hatte, einschließlich unteres Ladedeck (Tankdecke) 5 Decks bei einer Länge von knapp 80 Meter und einer Breite von 12,50 Meter.
Ausgelegt war das Schiff für den Transport von 536 Passagieren und 44 Besatzungsmitglieder sowie 36 Mittelklassewagen und Frachtgut.

1 Nutzerkommentar

  25. Jun. 2020 👱💬 Frank schrieb: #motorisierung #rena

Motorisierung MS "RENA"

im Sommer 2017 wurde die leidige SULZER als Antriebsmaschine getauscht, seither ist ein 1750 PS starker Mitsubishi 16 Zyl. Schiffsmotor bei der Arbeit

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